3_AAL-2-150x150 Markt 12, Untergetauchten und Widerstandsmuseum

Markt 12, Untergetauchten und Widerstandsmuseum

Untergetauchten und Widerstandsmuseum

Onderduikersmuseum Markt 12
Onderduikersmuseum Markt 12
Onderduikersmuseum Markt 12
Onderduikersmuseum Markt 12
Onderduikersmuseum Markt 12
Onderduikersmuseum Markt 12
Onderduikersmuseum Markt 12
Onderduikersmuseum Markt 12
Onderduikersmuseum Markt 12
Onderduikersmuseum Markt 12 - verborgen radio
Onderduikersmuseum Markt 12
Onderduikersmuseum Markt 12

Dieses Museum will den Besucher nicht nur auf Tatsachen über die Besatzungszeit oder Überbleibsel wie Bezugsscheine aufmerksam machen. Es will vor allem deutlich machen, dass der Krieg sozial und emotional einen außergewöhnlich grossen Einfluss gehabt hat. Markt 12 zeigt, wie Menschen in den Niederlanden und in Deutschland die Kriegsjahre erlebten und wie sie auf die Besatzungsjahre reagierten.

Das Museum will einfache Antworten auf ein komplexes Geschehen vermeiden. Dadurch können Tatsachen verdreht werden. Das Wissen um die Geschichte des Krieges ist notwenidg, um nachvollziehen zu können, warum Menschen bestimmte Entscheidungen getroffen haben. Markt 12, irgendeine Adresse im östlichen Teil der Niederlande, erzählt diese Geschichte. Hier wohnte eine Familie: Vater, Mutter, Kinder. Auf dem Dachboden hielten sich untergetauchte Personen versteckt, gleichzeitig war das grosse Vorderzimmer von der Ortskommandantur beschlagnahmt worden. Die gesamte Nachbarschaft suchte im Luftschutzkeller des Hauses Schutz vor Bombenangriffen.

Informationen sind vollständig in die Einrichtung von Markt 12 integriert worden. Es fällt nicht sofort auf, dass es sich hier um eine Ausstellung handelt. In diesem Haus hat jedes Zimmer ein eigenes Thema und eine dazugehörige Atmosphäre im Stil der Besatzungsjahre. Sieht der Besucher jedoch etwas genauer hin, gibt es alles Mögliche zu entdecken, und erhält er ein immer vielseitigeres Bild aller Aspekte des Krieges. Auf Stühlbezügen sind Abbildungen von Personen angebracht: Wer sich dort hinsetzt, hört ihre Geschichte. Im Radio hört man eine Rede der Königin. Im Flur hängen Jacken, die die Geschichten ihrer unterschiedlichen Besitzer erzählen. Sie gehören einem Kollaborateur, einem Kriegsprofiteur, einem NSB-ers (Mitglied der ehemaligen niederländischen nationalsozialistischen Partei), jemandem, der Widerstand leistet oder einfach versucht, sich den Verhältnissen anzupassen. Auch ein alter Schrank dient einem völlig neuem Zweck.

In diesem Museum wird nicht ausgestellt, sondern vielmehr versteckt. Was ist anderes zu erwarten von einem Museum, zu dessen wichtigsten Themen das Untertauchen während des Kriegs gehört?

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