LVR icoon Museen in Euskirchen und Solingen

Museen in Euskirchen und Solingen

Wettbewerbsbeitrag für die Multimedia in den LVR-Industriemuseen Euskirchen und Solingen

Das Maschinenhaus: “Da springen die Ratten von den Riemen”
Die Nassappretur: “…mit den Fingern im Gefühl”
Die Nassappretur: “…mit den Fingern im Gefühl”
Nopperei: Der letzte Schliff
Kontor und Lagerräume: “Das war für den Arbeiter tabu”
Geschichte der Firma Hendrichs
Sozialgeschichte Arbeitsbedingungen - In dem Waschraum

Nach der Schließung der Fabrik in Euskirchen in 1961 ist alles am alten Platz gelassen. Einige beeindruckende Maschinen haben bis 1961 gelaufen und laufen auch jetzt noch. Alles ist noch da, das heißt: Die Dingen sind geblieben, die Menschen sind weggegangen. Aber man fragt noch immer nach diese Menschen, wie zB um Herr Müller. Dann stellt sich heraus dass nicht nur die Technik im Mittelpunkt des Museums stehen soll, aber auch der Mensch an und mit der Technik.

Ein Bild von diesen Menschen mit ihren sozialen Verhältnissen und ihre Rolle in der Produktion, möchten wir deshalb gerne in der Tuchfabrik zurück bringen. Mitarbeiter, die nicht erkennbar sind, werden auf dem bestehenden Maschinen und Anlagen projiziert. Die scheinbar tote Fabrik wird wieder zum Leben erweckt. Wir sehen wie das Wasser in verschiedenen Farben über den Waschmaschinen lauft oder wir treffen Herr Müller an mit seinem Fahrrad oder wir sehen wie er das letzte Tuch selber gemacht hat.

In dem Durchgang neben dem Kessel scheint es, durch die wechselnden Licht, als ob sich die Tür öffnet. Tageslicht fällt rein. Dann sehen wir, dass jemand mit einer Karre reinkommt. Wir hören, wie der Wagen gegen die Wand prallt. Wenn Sie nach dieser Zugabe selbst diese Stelle betrachten, werden Sie sehen, wie die Karre eine ganze Ecke von der Wand gehauen hat.

Im Maschinenhaus sehen wir die Ratten wie sie gehen auf den Bändern der Dampfmaschine. In einen großen Wasserbehaelter bei den Maschinen, sehen wir, hart arbeitenden Menschen, die im Wasser plantschen. Sie waschen die Textilien und lassen das gefärbte Wasser zum Bach gehen. Im Nopperei sehen wir die einzige Arbeitsplätze fur Fraue am Tischen. Einen von ihnen erzählt dass sie Heimweh hat mit der Außenwelt. Wir hören sie auch kichern und plaudern. Es handelt um eine Flasche Wein, den sie hier während der Karneval in einem Korb versteckt haben. Sie werden erst zum Schweigen gebracht, wenn sie der Chef kommen sehen.

Auch die Multimedia in die Gesenkschmiede Hendrichs in Solingen beleuchtet speziell die sozialen Aspekte. Sie beginnt oben auf dem Kessel mit einer Einführung des Werkes und seiner Mitarbeiter. Dann folgen wir einige der Mitarbeiter, sie sind nach all den Jahren wieder in der Fabrik. Sie helfen den Besucher auf seiner Reise durch das Museum, und sie bieten ein paar Plätze für ein Höhepunkt. Der Mann, der am Anfang Probleme mit seinem Magen hatte, kommen wir später auf der Toilette wieder gegen. Ein Kind, das zwischen den Arbeitern stand wächst langsam auf zwischen den Messern Fabriken. Ein Mann, der fast alles über die Maschinen erzählen konnte, sehen wir später in der Fabrik zurück. Und jemand, der im Bild immer noch sehr schmutzig aus sah, sehen wir später in den Waschbecken zurück. Sein Kollegen wer hustete erging es weniger gut, seine Waschbecken bleibt später leer.

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